Verein Symposion Lindabrunn
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Kunst und Architektur
       
Digitale Kunst
Jahresvorschau 1 - FROM NOTHING TO SOMETHING
AREA 51 STRESSTEST FÜRS DIGITALE

FROM NOTHING TO SOMETHING
AREA 51 STRESSTEST FÜRS DIGITALE


„ANGESICHTS des rasanten Aufstiegs des elektronischen Mediums bemerkte der Medientheoretiker Marshall McLuhan 1964: „Die Technik der Elektrizität ist aber mitten unter uns und wir sind benommen, taub, blind, und stumm bei ihrem Zusammenprall mit der Technik Gutenbergs.“

ÄHNLICH verhält es sich heute mit dem digitalen Medium. Wir werden durch dieses neue Medium umprogrammiert, ohne dass wir diesen radikalen Paradigmenwechsel gänzlich erfassen. Wir hinken dem digitalen Medium hinterher, das unterhalb bewusster Entscheidung unser Verhalten, unsere Wahrnehmung, unsere Empfindung, unser Denken, unser Zusammenleben entscheidend verändert.

Wir berauschen uns heute am digitalen Medium, ohne dass wir die Folgen dieses Rausches vollständig abschätzen können. Diese Blindheit und die gleichzeitige Benommenheit machen die heutige Krise aus.“

Byung-Chul Han, IM SCHWARM - Angesichts des Digitalen


Die in den letzten Jahren sich intensivierende Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern, vor allem aus dem Umfeld der Linzer Kunstuniversität und damit einer gewissen Nähe zur Ars Electronica, die Anfrage der Abteilung Digitale Kunst der Angewandten eine Veranstaltung in Lindabrunn durchzuführen, sowie die Erfahrungen die wir mit dem metalab und ihrer Stadtflucht, einem seit 2008 alljährlich stattfindenden chill- und maker-meeting haben, hat den VSL dazu bewogen, das Symposionsjahr 2018 dem Digitalen und der Medienkunst
im weiteren Sinne zu widmen.

In FRANZ XAVER haben wir einen profunden Kenner und Akteur dieses Mediums gewinnen können, um, gemeinsam mit umraum artcollectiv, deren Spezialgebiete Szenografie und Social Design sind, eine Strategie auszuarbeiten, um auch im Landschafts- und Siedlungsgebiet, dem ländlichen Raum also, das Digitale verorten zu können.

Wir folgen damit auch dem Wunsch der Politik nach Digitalisierung des ländlichen Raumes und wollen, mit künstlerischen Praxen, diesen Trend auf sinnhafte Realisation testen. Herausforderung dabei wird das unterschiedliche Rezeptionsverhalten von Stadt und Land sein, um didaktische Massnahmen zu entwickeln und Anteilnahme in der Bevölkerung zu generieren.